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Legat/Erbschaft/Testament

Mit einem Testament oder Erbvertrag schaffen Sie zu Lebzeiten klare Verhältnisse. Ganz unabhängig von Ihrer finanziellen Situation bestimmen Sie im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, was mit Ihrem Vermögen geschehen soll.

Ohne Testament oder Erbvertrag richtet sich die gesetzliche Erbfolge ausschliesslich nach dem Verwandtschaftsgrad. Sind keine gesetzlichen Erben vorhanden, geht der gesamte Nachlass an den Staat.

Ein Testament gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihre Wünsche so umgesetzt werden, wie Sie es sich vorstellen. Sie helfen Ihren Nachkommen, Freunden oder anderen möglichen Erben, Ihren letzten Willen in Ihrem Sinne auszuführen.

Wie sieht ein rechtsgültiges Testament aus?

Es gibt verschiedene rechtsgültige Formen für eine letztwillige Verfügung. Beim Testament bestimmen Sie allein, beim Erbvertrag regeln Sie Ihr Erbe gemeinsam mit den zuküfntigen Erben.

Das eigenhändige Testament

Das eigenhändige Testament ist die häufigste Form, über sein Vermögen zu verfügen. Es wird eigenhändig handschriftlich verfasst. Es lässt sich einfach erstellen und kann jederzeit widerrufen oder geändert werden.

Wichtiges Detail:
Spätere Änderungen müssen mit Ort, Datum und Unterschrift versehen sein. Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie Ihr Testament einem Notar oder Anwalt zur Prüfung unterbreiten.

Das öffentlich beurkundete Testament

Das öffentlich beurkundete Testament wird meist dann erstellt, wenn der Testator nicht beziehungsweise nicht mehr schreiben kann - oder dies nicht mehr möchte.

Das öffentlich beurkundete Testament wird im Sinne des Erblassers von einer Amtsperson (z.B. von einem Notar) verfasst und vom Erblasser in Anwesenheit von zwei Zeugen unterschrieben.

Wie können Sie das SRK Zug berücksichtigen?

Das Legat (Vermächtnis)

Mit einem Legat können Sie dem SRK Zug bestimmte Vermögens- und Sachwerte zuweisen.
Ein Legat wird immer vor der Erbteilung ausgerichtet.

Die Erbschaft

Mit einer Erbschaft können Sie das SRK Zug als Alleinerben für den gesamten Nachlass oder als Miterben für einen bestimmten Teil des Nachlasses einsetzen. In der Regel verwalten die Erben die Erbschaft, sind für die Erbteilung und auch für die Ausrichtung von Legaten verantwortlich, sofern kein Willensvollstrecker eingesetzt wurde.

Lebens- /Rentenversicherungen

Bei den meisten Lebens- und Rentenversicherungen besteht die Möglichkeit, neben natürlichen Personen Organisationen als Begünstigte einzusetzen. Dabei können auch Anteile definiert werden. Hier lohnt sich eine Rücksprache mit Ihrer Versicherung. Wir empfehlen, den Begünstigten direkt zu informieren (z.B. mit Kopie), da die Versicherung keine Benachrichtigungspflicht hat.

Damit Sie Ihren Willen klar ausdrücken und dieser auch rechtsgültig ist, beachten Sie am besten diese Tipps.

Wie ein Testament erstellen?

Vorbereiten
  • Stellen Sie eine Liste Ihres Vermögens zusammen. Dazu gehören Bankkonten, Immobilien, Aktien, Fahrzeuge und weitere Werte, die Sie aus der Vermögensaufstellung der letzten Steuererklärung übernehmen können.
  • Halten Sie fest, welche Angehörigen in jedem Fall ein Recht auf einen minimalen Teil (Pflichtanteil) Ihres Vermögens haben. Mit dem Rest (verfügungsfreie Quote) können Sie Angehörige, Freunde und Organisationen begünstigen, die Ihnen am Herzen liegen. Erstellen Sie eine Liste.
  • Machen Sie sich Gedanken darüber, wie viel Sie diesen Personen und Organisationen vermachen wollen.
  • Wenn im Testament kein Willensvollstrecker eingesetzt wird, sind in der Regel die Erben für die Verteilung der Erbschaft verantwortlich. Das kann zu Streitigkeiten führen. Deshalb ist es ratsam, in komplizierten Fällen einen Willensvollstrecker zu beauftragen.
Schreiben

Schreiben Sie nun Ihr Testament von Hand. Es muss von Anfang bis Ende von Ihnen selbst handschriftlich mit Tinte oder Kugelschreiber verfasst sein. Es muss den Titel "Testament", "Letztwillige Verfügung" oder "Letzter Wille" tragen.
Setzen Sie wie bei einem Brief Datum und vollständige Unterschrift auf das Papier.
Wollen Sie Ihr Testament später ändern oder ergänzen, setzen Sie unbedingt wieder Datum und Unterschrift dazu. Schreiben Sie klar und unzweideutig, damit Ihr Wille auch tatsächlich berücksichtigt werden kann.

Aufbewahrung

Bewahren Sie Ihr Testament an einem sicheren Ort auf, damit es nach Ihrem Tod gefunden wird.
Hierfür eignen sich Ihre Wohngemeinde, ein Notariat oder eine Vertrauensperson (z.B. der eingesetzte Willensvollstrecker). Informieren Sie Ihre Angehörigen darüber, dass Sie ein Testament geschrieben haben und wo es hinterlegt ist.