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Das Schweizerische Rote Kreuz Zug unter neuer Führung

71 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohnten am 10. Mai der 147. Mitgliederversamm¬lung des SRK Zug bei. Der abtretende Präsident Hans Amberg liess ein erfolgreiches Jahr Revue passieren. Einstimmig wurde Brigit Eriksson-Hotz zur neuen Präsidentin gewählt.
Die 51 Stimmberechtigten hiessen sämtliche traktandierten Geschäfte einstimmig gut, darunter die Geschäftsberichte, die Änderungen der Statuten sowie die Rechnung 2016 und den Voranschlag 2017. Ein äusserst erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten praktisch alle Angebote und Dienstleistungen ihren Umsatz erhöhen, was belegt, dass diese gefragt und geschätzt werden. Die Rechnung 2016 schloss mit einem Ertragsüberschuss von CHF 42 607. Die kostenpflichtigen Angebote (Rotkreuz-Notruf, Entlastungsdienst für pflegende Angehörige, Ergotherapie für Kinder und Erwachsene, Kurse) werden dabei durch ange¬stellte Mitarbeitende erbracht und zum Teil aus Spenden mitfinanziert. Der Rotkreuz-Fahr¬dienst kostet zwar etwas, die Freiwilligen erbringen ihre Leistungen jedoch gratis. Sie er¬halten lediglich eine km-Entschädigung für ihr zur Verfügung gestelltes Fahrzeug. Alle anderen Freiwilligenangebote, wie z. B. Besuchs- und Begleitdienst, sind kos¬tenlos. Was dahinter steckt, belegte Frieda Waldispühl Zindel, Leiterin Freiwillige, eindrücklich mit Zahlen. 2016 wurden u. a. von 168 Freiwilligen total 12'853 Freiwilligenstunden geleistet. Die Summe der im Rotkreuz-Fahrdienst zurückgelegten Strecken beträgt 177'500 km. 540 Gäste durften von den Ausflügen mit Heimbewohnern profitieren und mehr als 3'600 Teilnehmer/-innen liessen sich durch die Zuger Seniorenwanderungen be¬wegen. Die 36 Kunden des Besuchs- und Begleitdienstes wurden während 1'656 Stunden betreut. Waldispühl Zindel dankte allen Freiwilligen für ihren grossen, von Herzen kommenden Einsatz. Dank und grosse Ehre Für ihr langjähriges grosses Engagement überreichte Dieter Widmer, Mitglied des Rotkreuzrates zusammen mit Präsident Hans Amberg und Frieda Wal¬dispühl Zindel dreimal die Henry Dunant-Medaille, die höchste Auszeichnung des SRK für Freiwilligenarbeit. Die Auszeichnungen gingen an Adelheid Schwerzmann (28 Jahre Freiwilligenarbeit), Maya Briner (29 Jahre) und Incoronata Bucceroni (30 Jahre). Die drei Frauen leisteten über Jahrzehnte engagiert und unentgeltlich wertvolle professionelle Arbeit und zauberten dabei so manches Lächeln in die Ge-sichter von Menschen. Wechsel im Präsidium und im Vorstand Während zweier Jahre führte Hans Amberg den Kantonalverband Zug. Er hatte dieses Amt nach dem völlig unerwarteten Tod seines Vorgängers übernommen. Seine spontane Bereitschaft und die grosse geleistete Arbeit wurden zum Schluss seiner Amtszeit besonders gewürdigt und verdankt. Die Versammlung honorierte dies mit grossem Beifall. Als Nachfolgerin für dieses wichtige Amt wurde Brigit Eriksson-Hotz einstimmig gewählt. Als erfahrene Pädagogin, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Zug und als Dozentin in der Lehrer/-innenbildung mit einem breiten gesellschaftlichen und beruflichen Netzwerk bringt sie ideale Voraussetzungen für dieses Amt mit. Sie freut sich auf die neue Tätigkeit und für sie "bringt das neue Engagement Humanität und Freiwilligenarbeit in einen stimmigen Einklang". Gemäss ZEWO-Standard 4 muss das oberste Leitungsorgan einer zertifizierten Hilfsorganisation mindestens aus fünf voneinander unabhängigen Mitgliedern bestehen. Der vierköpfige Vorstand musste deshalb ergänzt werden. In der Person von Hans Hagmann, Anwalt und Notar, konnte ein motivierter und kompetenter Mitstreiter gewonnen werden. Er wurde ebenfalls in den Vorstand gewählt. Schwung mitnehmen Auch im neuen Geschäftsjahr will man die erfolgreiche Arbeit gezielt weiterführen und die Grundsätze des Roten Kreuzes im Einsatz für verletzliche Menschen im Kanton Zug umsetzen. Dass mit dem Bezug der neuen Geschäftsstelle an der Langgasse 47 in Baar alle Dienstleistungen ab September neu unter dem gleichen Dach zu finden sind, dürfte die Arbeit wesentlich erleichtern.