Nachhilfeunterricht des Jugendrotkreuzes

Das Jugendrotkreuz (JRK) Zug spürte die grosse Solidaritätswelle und profitierte von zahlreichen neuen Freiwilligen. Die JRK Freiwilligen unterstützten Primarschulkinder aus finanziell benachteiligten Familien individuell beim Schulstoff sowie persönlich bei ihrer Entwicklung.

Umstellung auf online Nachhilfe

Bis zum März trafen sich die Lerntandems jeweils zuhause bei den Familien. Während dem ersten Lockdown musste der Nachhilfeunterricht in dieser Form gestoppt und entsprechend auf die online Nachhilfe umgestellt werden. Ab Ende April erhielten die Primarschulkinder die Nachhilfe via Video und Chat. Dank den zahlreichen neuen Freiwilligen konnten alle Kinder auf der Warteliste unterstützt werden. Dabei hat es sich bewährt, wie bei der physischen Nachhilfe fixe Tandems zuzuteilen.

Um Stofflücken zu verringern, haben spontan einige Tandems die Nachhilfe auch während den Sommerferien weitergeführt. Seit den Sommerferien wird der Nachhilfeunterricht digital und/oder physisch angeboten. Das heisst, jedes Tandem entscheidet individuell, in welcher Form sie die Nachhilfe durchführen. Zudem wurde aufgrund der grossen Nachfrage während dem Herbstsemester die Altersgrenze von 30 Jahren für die Freiwilligen aufgehoben. Dabei sind einige tolle neue Tandems (mit einem etwas grösseren Altersunterschied) entstanden.

Grosse Nachfrage

Die Nachfrage seitens der Familien ist nach wie vor hoch, weswegen leider einige Schüler*innen noch auf Unterstützung warten müssen. Die Schulen sind zwar seit längerem
wieder offen, aber noch immer ist das Lernen zu Hause für manche Familien eine grosse Herausforderung. Das Risiko besteht, dass gewisse Kinder den Anschluss verlieren.
Hier setzt unter anderem der Nachhilfeunterricht an, welcher zu mehr Chancengleichheit in der Bildung beitragen möchte.

Zum Nachhilfeunterricht erzählt eine Freiwillige:

„Ich schätze mich glücklich, die Kinder trotz der Corona-Krise weiterhin in ihrer Entwicklung und Bildung unterstützen zu können und ihnen den Spass am Lernen zu vermitteln. Dabei stellt es für mich ein gegenseitiges Geben und Nehmen dar, wobei ich mir wünsche, dass viele motivierte Freiwillige bereit sind, dieses tolle Angebot wahrzunehmen und zu unterstützen. Damit können wir den Samen heute setzen, der morgen weiterwachsen kann“.

Für das Projekt Nachhilfeunterricht wurden im Jahr 2020 circa 670 Stunden Freiwilligenarbeit geleistet. Dabei haben 48 verschiedene Freiwillige fleissig Nachhilfe gegeben, wovon in diesem Jahr 36 neu zum Jugendrotkreuz gestossen sind. Insgesamt konnten 34 Kinder unterstützt und begleitet werden.